Wenn die Nacht kein Ende nimmt

Wenn die Nacht kein Ende nimmt

„Gebt den Leuten mehr Schlaf – und sie werden wacher sein, wenn sie wach sind.“ Dieses Zitat von Kurt Tucholsky bringt auf den Punkt, was Millionen Menschen tagtäglich empfinden: Erschöpfung, Müdigkeit und Antriebslosigkeit – ausgelöst durch schlaflose Nächte. Von Schlafstörungen sind viele betroffen. Etwa jeder dritte Erwachsene hat gelegentlich Probleme mit dem Ein- oder Durchschlafen,  ungefähr jeder zehnte leidet unter chronischen Schlafstörungen. Die Ursachen hierfür sind mannigfaltig – organische Erkrankungen, psychische Störungen oder auch mangelnde Schlafhygiene können Auslöser für das Ausbleiben der ersehnten Nachtruhe sein. Umso wichtiger ist, genau abzuklären, was einem den Schlaf raubt. Mitunter genügen kleine Änderung im Lebensstil, um wieder selig in Morpheus Arme sinken zu können. Rituale helfen Dazu zählt vor allem eine gute Schlafhygiene – damit ist natürlich nicht gemeint, dass man schön sauber ins Bett gehen sollte, sondern dass gewisse Rituale helfen können, leichter ein- und durchzuschlafen. Gehen Sie erst ins Bett, wenn Sie wirklich müde sind. Stehen Sie morgens früh auf und verzichten Sie auf einen langen Mittagsschlaf – dann schlafen Sie abends besser ein. Vermeiden Sie anstrengende oder aufregende Tätigkeiten in den späten Abendstunden – nur so kommen Körper und Geist zur Ruhe. Gedämpftes Licht macht müde – helle Lampen, vor allem mit Tageslichtbirnen, bewirken das Gegenteil. Deshalb bereits ein bis zwei Stunden vor dem Schlafen für Dämmerstimmung sorgen. Ruhig, dunkel und gut belüftet Das Schlafzimmer sollte ruhig und dunkel sein – elektrische Geräte wie Fernseher und Funktelefone können die Nachtruhe empfindlich stören. Ausserdem ist es wichtig, auf die richtige Raumtemperatur zu achten: Lüften Sie vor dem Schlafen kräftig durch und drehen Sie die Heizung ab. Achten Sie auf gute Matratzen...
Vitamin D –  Wunderwaffe gegen chronische Krankheiten?

Vitamin D – Wunderwaffe gegen chronische Krankheiten?

Sie sind häufig erkältet? Leiden unter Diabetes, Parodontose oder Herz-Kreislauf-Beschwerden? Fühlen sich müde und erschöpft oder gar depressiv? Dann leiden Sie möglicherweise unter einem chronischen Mangel an Vitamin D. Um es gleich vorwegzunehmen: nichts wird in der Nährstoffversorgung so sehr unterschätzt wie dieses Vitamin. Wurde es lange Zeit lediglich zum Schutz vor Osteoporose empfohlen, diskutiert die Wissenschaft heute, ob es nicht auch in der Prophylaxe gegen Krebs, Demenz und zahlreiche andere chronische Erkrankungen eine entscheidende Rolle spielen könnte. Die gesamte Vitamin D-Gruppe besteht aus mehreren biologischen Wirkstoffen, die als Calciferole bezeichnet werden; die für den Menschen wichtigsten sind das in Pflanzen enthaltene Ergocalciferol, auch Vitamin D2 genannt, sowie das Cholecalciferol (D3), das in tierischen Lebensmitteln vorkommt. Vor allem aber wird Vitamin D im menschlichen Organismus mit Hilfe von Sonnenstrahlen gebildet. Daher ist der Begriff Vitamin streng genommen falsch, es entspricht in seiner Wirkung eher einem Hormon: erst seine aktive Form, das Calcitriol, stimuliert die Aufnahme von Calcium in den Dünndarm, reguliert den Calciumstoffwechsel im Knochensystem und ist über die Nieren auch an der Blutdruckregulation beteiligt. Mittlerweile haben Forscher herausgefunden, dass in fast allen anderen Organen ebenfalls Calcitriol gebildet wird und dort gewebespezifische Zellfunktionen ausübt. Auch wenn noch keine gesicherten Erkenntnisse vorliegen, so lassen Studien vermuten, dass der Vitamin-D-Stoffwechsel eine große Bedeutung in der Krebsprophylaxe spielen könnte. Anderen chronischen Leiden wie Herz-Kreislauf-Problemen, Autoimmunerkrankungen sowie psychischen Störungen könnte womöglich mit einer ausreichenden Versorgung ebenfalls entgegengewirkt werden. Einer britischen Studie zufolge führt Vitamin D-Mangel insbesondere bei älteren Menschen zu einer nachlassenden Gehirnleistung, kognitiven Beeinträchtigungen sowie Angst und Depressionen. Vom Risiko häufiger Knochenfrakturen ganz zu schweigen. Doch auch jüngere Menschen leiden – gerade...
Ohne die Füße läuft gar nichts

Ohne die Füße läuft gar nichts

Jeweils 26 Knochen, knapp 30 Gelenke, rund 60 Muskeln, über 200 Sehnen sowie unzählige feinste Nervenfasern tragen uns durchs Leben. Im Laufe der Jahre lasten Hunderte von Tonnen auf ihnen, dabei umrunden sie durchschittlich viermal die Erde – unsere Füße sind wahre Wunderwerke der Natur. Dabei führen sie nicht selten ein echtes Schattendasein: eingequetscht in zu enges Schuhwerk, gequält von zu hohen Absätzen, erhitzt in luftundurchlässigen Materialien. Es ist nicht immer leicht, als Fuß durchs Leben zu gehen. Bei allem spielt es keine Rolle, ob es sich um einen Ägyptischen (zweite Zehe kürzer als Großzehe), Griechischen (zweite Zehe länger als Großzehe) oder Römischen (beide gleich lang) Fuß handelt – wichtig ist, dass man sich liebevoll um ihn kümmert. Denn: Ohne Füße läuft nun mal nichts. Zum Glück kann man viel dafür tun, dass  die Füße fit und gesund bleiben. Beispielsweise sollte man sooft wie möglich barfuß laufen, um die Muskulatur zu kräftigen und die Beweglichkeit zu erhöhen. Wer viel sitzt, kann zwischendrin die Zehen abwechselnd kräftig spreizen und dann wieder fest zusammenziehen. Oder die Fußsohle über einen Igelball rollen, das stimuliert die Nerven und verbessert die Durchblutung. Wichtig ist auch, die Motorik und Koodination der Zehen zu trainieren, denn in normalen Schuhen ergeht es den Füßen wie den Händen in Fäustlingen: Fein austaxierte Bewegungen sind einfach nicht möglich. Eine gute Übung ist, mit den Zehen ein Tuch vom Boden aufzuheben oder Papier zu zerreißen. Wer das regelmäßig macht, kann sich die Beweglichkeit der Füße bis ins hohe Alter erhalten. Doch die wenigsten von uns können  den ganzen Tag barfuß durch die Gegend marschieren oder Fußgymnastik machen – einen Großteil...